Dr. Stefan Heck zu Besuch in einer Kindertagestätte im Landkreis Marburg-Biedenkopf

Dr. Stefan Heck beim „Lesestart für Flüchtlingskinder“

Dr. Stefan Heck zu Besuch in einer Kindertagestätte
Dr. Stefan Heck zu Besuch in einer Kindertagestätte im Landkreis Marburg-Biedenkopf

Lesen und Vorlesen, das Erzählen von Geschichten und das Erleben von Sprache können wichtige Hilfestellungen zur Integration und zur Orientierung in einem neuen Land sein. Darum hat die Stiftung Lesen im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung das dreijährige Programm „Lesestart für Flüchtlingskinder“ gestartet. Im Rahmen dieses Programms übergab gestern Dr. Stefan Heck, Mitglied des Deutschen Bundestages, in der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung Marburg-Cappel gemeinsam mit Nina Finger, Projektmanagerin bei der Stiftung Lesen, Lesestart-Sets an Eltern und Kinder sowie eine Lese- und Medienbox an die Leitung der Einrichtung.

„Regelmäßige Vorleseangebote spielen eine wichtige Rolle bei der Orientierung in einer neuen Umgebung und letztlich auch bei der Integration. Erstaufnahmeeinrichtungen können hier einen wichtigen Grundstein legen, denn für viele geflüchtete Kinder und ihre Familien sind sie der Ausgangspunkt für ein neues Leben. Deshalb freue ich mich, dass die Hessische Erstaufnahmeeinrichtung Marburg-Cappel am Programm ‚Lesestart für Flüchtlingskinder‘ teilnimmt und damit geflüchtete Familien bei ihrem Start in Deutschland unterstützt“, sagte Dr. Stefan Heck.

„Ich freue mich sehr, dass die Stiftung Lesen mit ihrem Programm ‚Lesestart für Flüchtlingskinder‘ auch hessische Erstaufnahmeeinrichtungen unterstützt“, so Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich. Die Initiative stelle eine sinnvolle Ergänzung zu den Integrationsangeboten des Landes dar. Zudem erleichtere dieser sanfte Einstieg beim Erlernen der deutschen Sprache auch den späteren Übergang in den Schulalltag.

Dr. Stefan Heckmit Kindern in einer Kindertagestätte
Dr. Stefan Heck spielt mit Kindern in einer Kindertagestätte im Landkreis Marburg-Biedenkopf

Im Rahmen des Programms erhalten Flüchtlingskinder bis fünf Jahre in Erstaufnahmeeinrichtungen ein Lesestart-Set mit einem altersgerechten Buch. Allen Erstaufnahmeeinrichtungen wird darüber hinaus in jedem Programmjahr eine Lese- und Medienbox für die pädagogische Arbeit mit Kindern bis zwölf Jahren zur Verfügung gestellt. Flankiert werden diese Maßnahmen durch ein Seminar-Angebot für ehrenamtliche Vorlesepaten, Initiativen und andere Freiwillige in Erstaufnahmeeinrichtungen, um die Zusammenarbeit von regionalen Akteuren der Leseförderung mit den Erstaufnahmeeinrichtungen zu unterstützen.

Nina Finger erläuterte: „Die Sets und die Medienboxen helfen Kindern und ihren Familien in Erstaufnahmeeinrichtungen, sich spielerisch mit der neuen Umgebung und Sprache auseinanderzusetzen. Gleichzeitig unterstützen wir so das Engagement von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, um schon von Anfang an ein breites Leseförderungsnetzwerk im Umfeld der Erstaufnahmeeinrichtungen aufzubauen und geflüchteten Kindern so einen guten Start in ihr neues Leben zu ermöglichen.“

Bilder: ©Stiftung Lesen / BMBF / Christian Plaum