Dr. Stefan Heck mit einem Jungen in einer Kindertagestätte im Landkreis Marburg-Biedenkopf

14 Kindertagesstätten im Landkreis Marburg-Biedenkopf werden gefördert

„Sprache ist der Schlüssel zur Integration und für einen erfolgreichen Start in ein späteres selbstbestimmtes Leben. Daher freut es mich sehr, dass das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die alltagsintegrierte sprachliche Bildung in 14 Kindertagesstätten in unserem Landkreis Marburg-Biedenkopf fördert“, stellte der heimische Bundestagsabgeordnete Dr. Stefan Heck (CDU) heraus. Das Programm richtet sich hauptsächlich an Einrichtungen, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit besonderem sprachlichen Förderbedarf besucht werden. Die Kita-Teams werden durch zusätzliche Fachkräfte mit Expertise im Bereich sprachliche Bildung verstärkt, die direkt in der Kita tätig sind. Diese beraten, begleiten und unterstützen die Kita-Teams bei der Weiterentwicklung der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung, inklusiven Pädagogik und Zusammenarbeit mit Familien. Zusätzlich finanziert das Programm eine Fachberatung, die kontinuierlich und prozessbegleitend die Qualitätsentwicklung in den Sprach-Kitas unterstützt.

Davon profitieren insbesondere Kinder, deren Familiensprache nicht Deutsch ist. Als besondere Zielgruppe sind hier die Kinder aus Flüchtlingsfamilien genannt. Hinzu kommen Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien, die zuhause zwar Deutsch sprechen, aber trotzdem einer besonderen Unterstützung beim Spracherwerb bedürfen. Vor allem diese Zielgruppen sollen an dem Bundesprogramm partizipieren und so frühe Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsweg erhalten.

„In der Erstaufnahmeeinrichtung in Cappel konnten wir bereits einen wichtigen Grundstein für die sprachliche Bildung legen, indem wir in Zusammenarbeit mit der Stiftung-Lesen Lesestart-Sets sowie eine Lese- und Medienbox an Eltern und Kinder übergeben haben. Denn für viele geflüchtete Kinder und ihre Familien ist die Erstaufnahmeeinrichtung der Ausgangspunkt für ein neues Leben. Diese nun bewilligten Förderungen für die Kitas sind ein weiterer Schritt, um Kindern generell dabei zu helfen, sich mit unserer Sprache auseinanderzusetzen. Kindern mit besonderem sprachlichen Förderbedarf müssen wir so früh wie möglich unter die Arme greifen“, so Heck abschließend.